Zeitzeugen aus Bautzen berichten von gestohlener Kindheit in NS-Zeit und DDR
Alexander Latotzky und Christian Dertinger wuchsen in Heimen und Pflegefamilien auf, nachdem sie aus politischen Gründen von ihren Eltern getrennt wu…
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Fakten
- In Deutschland gab es während der NS-Zeit und in der DDR einen großen Kindesentzug
- Kinder wurden aus politischen oder ideologischen Gründen von ihren Eltern getrennt
- Sie wuchsen in Heimen oder Pflegefamilien auf, oft unter falschem Namen
- Die Ausstellung „Niños robados. Gestohlene Kinder. Stolen Children.“ macht diese Schicksale sichtbar
- Die Gedenkstätte Bautzen zeigt, wie tiefgreifend politisch motivierter Kindesentzug Familien zerstört hat – und bis heute nachwirkt
- Alexander Latotzky wurde 1948 im Speziallager Bautzen geboren
- Seine Mutter hatte sich in einen sowjetischen Wachsoldaten verliebt, doch 1950 wurde er von ihr getrennt und in ein Kinderheim nach Leipzig gebracht
- Erst sieben Jahre später sah er seine Mutter wieder
- Nach der Wende begann Latotzky, seinen Vater zu suchen, und lernte ihn 1999 kennen
- Die Ausstellung ist bis zum 14. Dezember 2025 im Hafthaus der Gedenkstätte Bautzen zu sehen